Kleine Flucht mit großer Wirkung – unterwegs im Naturpark Obere Donau

 

Vergangenes Wochenende befanden sich Katja und ich auf der Flucht. Wir waren genötigt, aus unseren eigenen vier Wänden zu fliehen. In Nürtingen wurde das zweijährlich stattfindende Neckarfest gefeiert. Und da sich unser Heim inmitten des Festgeländes befindet, hatte ich bereits vor vier Jahren bei der Premiere des „neu erfundenen“ Stadtfestes beschlossen, an diesen Wochenenden auf gar keinen Fall mehr zu Hause zu sein. Man darf mir/uns Sensibilität bzw Mimöschentum gerne unterstellen. Aber wenn ich in meinen eigenen vier Wänden auf Grund der Geräuschkulisse mein eigenes Wort über Stunden und weit in die Nacht hinein nicht mehr verstehen kann, mich der gegebenen Lärmbelastung in der Wohnung in keinster Weise (nein, selbst der beste Gehörschutz versagt in diesem Fall) entziehen kann, dann hilft nur eine Maßnahme: Köfferchen packen und verreisen. Und genau das taten wir. Gefunden haben wir (nicht nur) eine Trailrunningdestiantion (dazu später mehr), welche wir gerne mit dem Prädikat „Deluxe“ auszeichnen wollen: das obere Donautal, gelegen im Naturpark Obere Donau und als Donaubergland bezeichnet. (mehr …)

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Traditionsrunde am Karfreitag

Darf man denn schon von Tradition sprechen, wenn sich ein Ereignis nur einmal Mal am selben Tag im Jahr wiederholt? Ehrlich gesagt: es ist mir egal, ob erlaubt oder nicht – ich tue es einfach. Denn ich habe beschlossen, das es in meinem Trailrennerei-Dasein eine neue Tradition gibt: ein Trailrun auf Urach´s Höhen am Karfreitag. Und ich habe beschlossen, das auch dieser Beitrag (wie die Chronik am Hohenneuffen) ein fortwährender Beitrag wird, der dann aber nur einmal jährlich Zuwachs bekommt. Ich persönlich finde es sehr interessant, in meinen Trailrun-Annalen immer wieder zu lesen um bestimmte Orte mit ihren völlig unterschiedlichen Stimmungen mir wieder in Erinnerung zu rufen. Mit ein ganz wichtiger Grund für mich, einen Blog zu haben 😉 (mehr …)

Barkley Number Fifteen

Der Barkley Marathon ist wohl die aberwitzige Ultralauf Veranstaltung, die es auf der Welt gibt. Er findet jedes Jahr seit 1986 im Frozen Head State Park in Tennessee statt und bisher haben es nur 15 Teilnehmer 18 mal geschafft, innerhalb des Zeitlimits von 60 Stunden für 100 Meilen zu finishen. Das wundert nicht, denn der eigentliche Sinn der Veranstaltung, die sich Gary „Lazarus Lake“ Cantrell ausgedacht hat, soll so sein, das der Lauf eben nicht zu finishen ist. Unter anderen dürfen keine elektronischen Navigationshilfen verwendet werden, der Kurs ändert sich jedes Jahr und ist keinesfalls markiert, führt hauptsächlich durch unwegsames Gelände mitunter Steigungen von 600Hm auf 1,6 km. Lediglich etwas Wasser wird an zwei Punkten auf der Strecke, welche sich aus 5 Runden á 20 Meilen zusammen setzt, bereit gestellt. Auch die einzelnen Runden haben ihr Zeitlimit. Das Startgeld beträgt $ 1,60. Auch wenn heuer die medialen Möglichkeiten vielfältiger als vor wenigen Jahren sind, bleibt vieles am Barkley Marathon ein Mysterium. Mehr und genaueres nachzulesen über den #BM100 gibt es hier und hier.

John Kelly aus den USA kann sich als 15. Finisher mit einer Zeit von 59:30´53 in die Geschichtsbücher des #BM100 eintragen.

Gary Robbins aus Kanada verpasste mit einer Zeit von 60:00´06 um 6 Sekunden das Zeitlimit von 60 Stunden.

Photocredit: ©runnersworld.com

Filmcredit: ©Run steep get high