Vive la Urach!

Manche Tage sind einfach Geschenke – und wenn man dann die Möglichkeit hat, in einer Top-Trailrunning-Destination laufen zu können, die noch dazu in der nahen Umgebung liegt, dann gibt es für mich nur zwei Attribute dafür: Unendlicher Spaß und unendliche Dankbarkeit!

Ich kann wirklich nur jedem Trailrunner, der entweder auf der Durchreise oder zu Besuch in die Nähe der Schwäbischen Alb kommt, ans Herz legen: Nehmt Euch ein paar Stunden Zeit und kommt nach Bad Urach! Ihr werdet es nicht bereuen. Dort gibt es wohl so viele Trails und Möglichkeiten, schöne Runden zu drehen wie nirgendwo anders auf der Alb. Uphills, Downhills, flowige Kantentrails, Felsen, Wasserfälle, Ausblicke, Täler und Höhen. Die topografische Lage zeigt es deutlich:

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Unsere gestrige Strecke: rund um das Seeburger Tal

Auch wenn der Wasserfallsteig (hier meine Version inkl. Bericht) dieses Jahr zu „Deutschlands schönster Wanderweg 2016“ gewählt wurde und deshalb von einer Wandertourismus-Flut überschwemmt wird, gibt es noch genug Ecken um die Stadt, an denen man nahezu einsam unterwegs sein kann. Wobei, unter der Woche und ausserhalb der Ferien dürfte es rund um den Wasserfallsteig auch nun wieder ruhiger werden.

Gestern waren wir im Seeburger Tal unterwegs. Erstaunlich ruhig war es, mehr als ich erwartet hatte. Den ersten „menschlichen Kontakt“ hatten wir nach über 1 1/2 Stunden unterwegs sein. Rund um den Hohenwittlingen war ein wenig mehr los, danach wurde es aber schnell wieder ruhig und einsam. Wählte ich – wenn ich die Möglichkeit dazu hatte – im Vorfeld bei der Streckenplanung jedoch auch Pfade aus, die abseits der markierten Wanderwege verliefen. Der erste Forstwegabschnitt kam nach 3h Laufzeit und erst auf der zweiten Hälfte der Strecke. Auch ein kurzes Stück an der Hanner Steige entlang war von Nöten. Dafür gab es im Gegenzug viele handschmale Singletrails, die durch tief dunkle oder sonnendurchflutete Wälder führten. Oft kam man um eine Ecke, und schwups!, war die Vegetation komplett anders. Madeira-like sozusagen 🙂 Der ein oder andere Verlaufer war auch mal drin, schnell hatten wir aber den richtigen Pfad gefunden.

Zweimal dran vorbei - die goldene Mitte war der richtige Pfad

Zweimal dran vorbei – die goldene Mitte war der richtige Pfad

Wir ließen uns Zeit und genossen jeden Meter, jede Minute, jeden Ausblick und jeden Sonnenstrahl auf dem Trail. Der krönende Abschluss wartete im Auto auf uns: Käsekuchen, selbst gebacken von meiner Kuchenfee <3. Was für ein Fest!

In tiefer Dankbarkeit werde ich diesen Tag in meinen Erinnerungen tragen. So viele bleibende positive Emotionen hatte ich schon lange nicht mehr. So gut drauf war ich schon lange nicht mehr. So voller Positivität war ich schon lange nicht mehr. Ich konnte gestern komplett abschalten und sogar heute nach Ewigkeiten ohne negative Gedanken und Befürchtungen zur Arbeit gehen. Das deute ich mal als gutes Zeichen für die Zukunft 🙂

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Der erste Laubdownhill des Jahres

Der erste Laubdownhill des Jahres

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5 Kommentare

  1. Danke für den schönen Bericht und das überschwappen der positiven Emotionen. Jetzt weiß ich wieder, wofür ich mich gerade abrackere. Mit kleinen Zwischenzielen vom gehen zum laufen zum Trail-Running. Nächstes Jahr will ich dort auch laufen 🙂

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