Immer wieder Freitags…

… hat es sich bei mir zur Regel gemacht, das ich mir meinen Weg zur Arbeit mit einem Trailrun verschönere. Bereits nach dem ersten Mal im Februar hatte ich Blut geleckt. Und seit dem gönne ich mir diesen Pre-Work-Trailrun alle zwei Wochen, wenn ich Spätschicht habe und die Zeit vor bzw. nach der Arbeit nicht mit einem Termin belegt ist.

Die Strecke musste ich über den Sommer mehrmals abändern, da zum einen zwei wichtige Verbindungen (der Aichsteg im Unterhardtwald und der Neckarsteg von Unterensingen nach Oberboihingen) nacheinander weg gefallen waren und zum anderen Trailabschnitte so derart zu wucherten, dass sie eher für Unwohl denn Spaß beim passieren sorgten. Brombeeren in Augenhöhe und Orchideen, die mich mannshoch überragen, sind nicht so mein Ding. Ein paar Zecken hatte ich mir auch eingefangen, jedesmal an den gleichen Stellen. Seit ich diese umlaufe, ist zum Glück Ruhe. Ab und an greife ich dann der Gesundheit zu Liebe lieber mal auf ein Stück Forstweg zurück, statt fehlende Trails durch Offtrails zu ersetzen. Je nach Jahreszeit eben.

Der Aichsteg wird komplett neu ersetzt (dieser wurde Ende Mai gesperrt wegen akuter Einsturzgefahr auf Grund Pilzbefalls) und die Baustelle schreitet voran – lange kann es also nicht mehr dauern. Der Neckarsteg wird über die Sommerferien saniert. Bald werden also diese wichtigen Verbindungen wieder zur Verfügung stehen und die Verwucherungen auf den Trails werden der Vergänglichkeit geweiht sein. Damit einhergehend kann ich dann die attraktivste Variante der Strecke wieder laufen. Aber egal welche Variante ich laufe, sie hat immer 20k. Genug, um mich ausreichend zu fordern und direkt im Anschluss noch arbeitsfähig zu sein. Meistens spaziere ich dann nach Feierabend die knappen 5k Direktweg nach Hause.

Die tierische Erlebnisbilanz des vergangenen Freitags kann sich sehen lassen: Eichhörnchen, Bussarde, Feldhasen, Eidechsen, Alpakas, Pferde und Rinder. Keine Zecken und oh, welch Wunder: keine Stechmücken, die ansonsten während Fotostopps oder Pinkelstopps über mich herfallen. Brombeeren in Hülle und Fülle.

Dazu gesellten sich noch zwei Erkenntnisse. Zum einen, dass auch die Natur so manch Ironie an den Tag legen kann: an einem der heißesten Tage des Jahres fand ich schon die ersten Boten des nahenden Herbstes – Herbstzeitlose! Und zum anderen: auch unschöne und unattraktive Orte (z. Bsp. eine Bundesstrassenunterführung) können gute Orte sein!

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Herbstbote

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Gravity in Oberboihingen

Und hier kommen noch ein paar Impressionen der vergangenen Wochen:

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