Streckencheck APUT

Wir gönnten uns über Pfingsten mal einen Tapetenwechsel – und warum dann nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Die Wahl fiel auf das Allgäu – um die Schlußkilometer des im August zum 10. mal statt findenden APUT (Allgäu Panorama Ultra Trail) zu checken. 20 Kilometer von Oberstdorf nach Sonthofen, die dem Namen „Panorama…Trail“ alle Ehre machen!

2013 waren wir beim APM (Allgäu Panorama Marathon) am Start. Ein wunderschöner Panorama-Landschafts-Marathon. Der Beiname Trail wird hier (berechtigt) weggelassen. Zu gering ist der Trailanteil auf der Strecke (ca. 20%). Dafür bekommt man Panorama satt geboten. Eine Strecke, die zum Einstieg für Bergmarathon geeignet ist. 2013 feierte ich übrigens dort meine Marathon-Premiere. Da wir also die ersten 20k des APUT (der APM und APUT verlaufen bis dort auf gleicher Strecke) bereits kennen, konzentrierten wir uns heuer auf die Schlußkilometer. Der Rest der Strecke – der Zwischenteil von ca. 30k  – soll Überraschung bis zum Tag des Wettkampfes bleiben.

Unsere Destination lag genau zwischen Oberstdorf und Sonthofen, mit Anschluß an die Bahnstrecke. Mit nur 10 Minuten Bahnfahrt waren wir in Oberstdorf. Vom Bahnhof aus haben wir uns dann erstmal gemütlich „warm“ marschiert zum Einstieg in die Strecke, an der Skiflugschanze. Dort ist beim APUT ein VP inkl. CutOff und die Möglichkeit des Ausstiegs vom Ultra. Gewertet wird man dann bei den Marathonis. Dies dürfte dann jedoch unter ferner liefen sein, denn der Marathon hat ziemlich genau 42.2k und bis zum VP in Oberstdorf auf der Ultra Strecke sind es 49k. Wer hier aussteigt (oder den CutOff nicht erreicht), hat dann immerhin schon einen kleinen Ultra absolviert.

Start an der Schanze

Start an der Schanze

Hui – direkt nach der Schanze ging es in einen steilen Anstieg auf Asphalt hinein, welcher uns aus Oberstdorf und flott Höhe gewinnend heraus führte (erste Nota an mich: festes Essen bereits vor diesem VP zu mir nehmen, dort dann nur Flüssiges – sonst droht Gefahr für den Mageninhalt…). Der Trost an diesem Asphaltstich: er befindet sich im Wald. Die Wahrscheinlichkeit, das es Mitte August heiß sein wird, ist groß. Dann ging es über den Wallraffweg unterhalb des Rubihorn hinüber zur Gaisalpe. Leicht wellig, immer wieder flache Abschnitte und leichtes Gefälle über schöne (technischer Anspruch vernachlässigbar) Trails mit toller Aussicht ins Illertal:

Nach der Gaisalpe bis zur Entschenalpe wechselten sich Wald- und Wurzeltrails mit Wiesentrails und Karrenwegen ab, bevor es in den Anstieg hoch zum Sonnenkopf (1712m) ging. Ab ca. 1600m stapften wir durch Schnee… dieser wird jedoch im August höchstwahrscheinlich keine Rolle spielen:

Vom Gipfel des Sonnenkopf hat man eine schöne (beinahe Rundum-) Aussicht:

Über den Grat zum Kohlersberg und unterhalb des Sonthofener Hörnle ging es dann in Richtung Sonthofen, immer hinab. Teils Trails, teils Schotterwege, teils Asphaltsträsschen – jede Menge Möglichkeiten, sich auf verschiedenen Untergründen die Oberschenkelmuskulatur final zu shreddern (Ja, ich habe heute immer noch Muskelkater 😉 )

In Hofen bog dann die Strecke nochmal ein wenig ab und führt über einen kleinen, jedoch äusserst lohnenswerten Umweg am Schwarzenbach entlang nach Sonthofen – und kaum spukte uns das Tal aus, hatten wir auch schon das Ziel (das Freizeitbad Wonnemar) vor Augen. In nur wenigen Minuten waren wir dort

Der Schwarzenbach

Der Schwarzenbach

Fazit: Ich freue mich riesig auf den APUT! Schon allein diese letzten 20 Kilometer lohnen sich. Abwechslugsreich, Panoramareich, Trailreich und technisch nicht allzu fordernd – der Anstieg zum Sonnenkopf war weniger steil als erwartet und es gab mehr laufbare Abschnitte als erwartet, besonders auf dem Wallraffweg (Ok, wieviel ich davon dann noch im August nach über 50k in den Beinen laufen kann, wird sich dann zeigen 🙂 ). Die heftigen Anstiege (bis auf die letzten Meter zum Gipfel des Sonnenkopf) sind bewaldet, so dass man dort nicht dem Sonnengrill ausgesetzt sein wird.

APUT

Dear APUT, see you in the hot summer of August!

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5 Kommentare

  1. Das ist ja eine fantastische Aussicht und eine wirklich unglaublich schöne Landschaft. Aber was da noch für Schnee liegt. Wow. Da habt ihr euch ja ordentlich durchgekämpft. Hat aber sicher auch sehr viel Spaß gemacht.

  2. Respekt,bin die Strecke gestern gelaufen (Rubi-Oberstdorf-Wallraffweg-Sonnenspitze und Retour) war danach aber echt fertig.Ich glaub der APUT muß noch warten und das Laufen mit Stöcken wär wohl auch eine Überlegung wert.

    1. Stöcke sind äußerst hilfreich. Im hohen Schnee hatten sie jedoch nicht viel Nutzen da dir Teller recht klein sind und keinen Widerstand dem Schnee entgegen bringen können. Aber sonst kann man damit einige Körner sparen 🙂

      Platt war ich auch nach der Tour!

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