Last months on Isartrails – the heat of summer

Die letzten Monate auf den Isartrails brechen für mich an. Nur noch dieses Jahr werden die Isartrails zu meinem Revier zählen. Ab Januar 2016 ist Schluß. Keine Wochenenden mehr in München.

Ich freue mich riesig darauf, das für Katja und mich ein neues Kapitel unseres Zusammenseins anbrechen wird. Aus zwei Haushalten wird einer gemacht. Endlich nicht mehr viele Stunden des Wochenendes mit Pendlerei zwischen München und Nürtingen verbraten zu müssen. Endlich mehr Freiheit und Spontanität und Flexibilität in der Gestaltung unserer Wochenenden und überhaupt in der Gestaltung unseres gemeinsamen Lebens. Es wird Zeit dafür und es ist der einzig wahre und richtige und logische Schritt.

Trotz der Freude und der Gewissheit, das die Belastung der Pendlerei für uns weg fällt, wird mir München sehr fehlen. Die Stadt, die Menschen, die Brezen, die bayerische Kultur, die engen Supermärkte, U-Bahn fahren, IC fahren, Leberkässemmel essen, unser Biergarten gleich um die Ecke und die weltbeste Eisdiele… um nur einiges zu nennen. Die Stadt hat mein Herz erobert. Und dann natürlich noch die Trails. In München gibt es kein Stück Park, an dem kein Trampelpfad parallel zum Weg führt. Die Münchner lieben Trampelpfade und treten sie überall in die Stadt. Der Perlacher Forst ist von einem Netz aus Trampelpfaden durchzogen, das seines gleichen sucht. Leider wurde der Forst vom schweren Orkan im Frühjahr hart getroffen und noch immer sind viele Trails unter den Trümmern der Bäume verschüttet. In München nimmt die Bezeichnung „City-Trail“ noch einmal ganz andere Dimensionen an. Ich habe zwar keinen Vergleich zu anderen Großstädten, aber in und um Nürtingen findet man solch eine Mehrzahl an Trails nicht. Dafür muss man sich dann schon zur Schwäbischen Alb begeben, die ja aber zum Glück nicht weit weg gelegen ist. Wir hoffen, das wir für die weitere Zukunft auch ein neues Zuhause etwas näher an der Schwäbischen Alb finden werden. In naher Zukunft stehen aber dann erstmal andere Dinge auf der Prioliste weiter oben.

Gestern war ich auf den Isartrails unterwegs. Die Natur leidet mittlerweile stark an der Niederschlagsarmut und den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen. Die Hitze hat nun ihre deutlichen Narben hinterlassen. Verbrannte Wiesen, Bäume die vertrocknetes Laub tragen und dieses auch bereits abwerfen. Selbst ein minutenlanges Fußbad in der Isar brachte keine Abkühlung für die Füße.

Eine neue kleine Challenge für die letzten Monate auf den Isartrails habe ich für mich dann gestern noch ins Leben gerufen: Es gibt eine Treppe hoch nach Pullach, die 183 Stufen hat. Sie endet an einer Kapelle. Ich habe sie „The beast“ oder „Killertreppe“ getauft. Bisher habe ich es entweder einmal hoch geschafft (auf den letzten Stufen kurz vorm Kollaps oder Kotzen oder dergleichen…) oder ich habe sie ignoriert und bin an ihr vorbei gelaufen. Gestern, nach dem ich einmal hoch bin und über eine kleine Schleife auf einem Sträßchen wieder runter zur Isar gelaufen bin, dachte ich mir, „komm, heute versuchst Du es ein zweites Mal“  – gesagt, getan. War sogar gar nicht mehr ganz so schlimm wie beim ersten Mal. Oben angekommen, dachte ich „Aller guten Dinge sind drei“… – gesagt, getan. Meine Beine waren hinterher zwar ein wenig Pudding, aber es ging. Für gestern ließ ich es bei dreimal, aber der Ehrgeiz wurde geboren, hier noch ein paar mehr drauf zu legen. Mal schauen, was da so geht bis zum Dezember 🙂

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4 Kommentare

  1. Ja, bei aller Vorfreude… mir wird auch so einiges fehlen, die Trails vor meiner Hsustür natürlich sowieso – zum Glück gibt’s vor meiner neuen Haustür ja auch viele tolle Trails und ich kann endlich auch mehr Höhenmeter machen Aber ich hoffe, mein Geläuf funktioniert bis zum Umzug wieder so weit, dass ich mich auch würdig von den Isartrails und natürlich von der Killertreppe verabschieden kann, mehr als 1x ist allerdings dann wohl nicht drin…
    Aber bei Dir geht da schon noch was, da bin ich mir ganz sicher. Bin auch sehr gespannt, wie oft Du’s schaffst! ❤ :-*

    1. Ganz bestimmt kannst du Dich noch würdig von den Isartrails verabschieden 😉 Und wie man „The beast“ mehrmals hintereinander – im wahrsten Sinne des Wortes „in die Knie zwingt“ – zeige ich Dir dann 🙂

      ❤ :-*

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