Salomon Wings Pro: eine herbe Enttäuschung

Die ersten Kilometer wurden gedreht – mein Fazit: leider kann der Wings Pro für mich nicht mehr mit seinem Vorgänger, dem XT Wings 3 mithalten.

Der XT Wings 3 ist für mich einer der besten Allrounder für die langen Läufe, die es gibt.

Der erste Eindruck beim Reinschlupfen in den Wings Pro hat traurige Gewissheit angenommen: ich habe keinen Fersenhalt mehr. Dies führe ich auf die Endofit-Konstruktion zurück. Auch wurde die Vernähung des Sensifit an der Ferse geändert, was möglicherweise auch zum verminderten Fersenhalt führt:

Mache ich die Schnürung so fest, das ich mit der Ferse (halbwegs) guten Halt habe, drückt und zwickt sie mich am Schaft. Lockere ich die Schnürung, so geht der Fersenhalt gänzlich verloren. Völlig wurscht ob mit dicken oder dünnen Socken. Komischerweise habe ich bei allen anderen mit Endofit ausgestatteten Modellen (Sense Ultra 3, Sense Ultra 3 SG, S-Lab XT 6 sowie Sense Pro) keinerlei Probleme mit der Schnürung oder dem Halt im Schuh.

So sehr mich der XT Wings 3 bei seinem ersten Lauf noch auf den Hohenneuffen hochkatapultierte, mich extremst begeisterte und mir sofort Sicherheit auf sämtlichen Trails bei allen vorstellbaren Witterungsverhältnissen gab – so wenig habe ich nun Vertrauen in den Wings Pro.
Auch wirkt er im Vergleich zum XT Wings 3 im Abrollverhalten viel starrer. Dies führe ich ebenso auf Endofit zurück: mein Mittelfuß wird zu stark fixiert, der Fuß wird im natürlichen Bewegungsablauf gestört. Fester Halt im gesamten Trailschuh ist zwar das A und O, aber ohne das muggaseggele „Platztoleranz“ geht´s dann eben doch nicht. Für meine Füße passt der Wings Pro nicht mehr. Eine zweite Chance wird er noch bekommen: ich werde ihn jetzt erstmal beim spazieren und wandern versuchen, „weich“ zu laufen und das Endofit zu „weiten“- jedoch hege ich nicht große Hoffnung auf die Begeisterung, so wie ich sie mit dem XT Wings 3 erleben kann. Zum Glück besitze ich von denen noch ein jungfräuliches Paar. Auf lange Sicht werde ich mir jedoch einen anderen Schuh für lange Läufe mit wechselndem Terrain suchen müssen.

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4 Kommentare

    1. Ich hoffe es! Heute 20k in profiliertem Gelände auf Forstwegen damit geschrubbt – die Schnürung drückt beim Downhill und am rechten Fuß am Schaft (dort, wo die Zunge mit dem obersten Schnürsenkelloch zusammen trifft) dann schmerzhaft auf den letzten paar Kilometern. Der Fersenhalt ist speziell im rechten Schuh schlecht. Auf Forstwegen jetzt nicht so relevant, auf Trails schon. Ok, meine Erwartungen waren natürlich auch sehr hoch – ich bin verwöhnt vom XT Wings 3, den ich so gut wie gar nicht einlaufen musste und mit dem ohne weiteres Trailruns von bis zu 40k ohne Wehwehchen drin sind. Genau für solche Kanten brauch ich den Schuh 😉

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