Another Trailspot in Munich: Perlacher Forst

Der Perlacher Forst – das Naherholungsgebiet im Münchner Süden zwischen Grünwald, Harlaching, Fasangarten und Unterhaching. Eigentlich ein stinknormaler Stadtwald, der jedoch so manch Schmankerl für die Trailrennerei beherbergt….für mich ist er der König der Wurzeltrails und der Perlacher Mugl bietet DEN Spielplatz für Bergsprints schlechthin! Nicht mal einen Laufkilometer von unserer Wohnung entfernt durch den Vollmarpark beginnt der Perlacher Forst. Dort im Forst hat übrigens Katja Ihre Liebe zum Trailrunning entdeckt 🙂

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Vollmarpark

Profiliertes Gelände so wie es im Isartal anzutreffen ist, sucht man hier vergebens. Der Forst ist flacher als flach und es gibt nur eine Erhebung: der Perlacher Mugl mit ca. 25HM. Das ist nicht viel – es reicht jedoch völlig aus, um bei guter Fernsicht den Alpenhauptkamm sehen zu können

Der Perlacher Mugl bietet aber nicht nur eine schöne Aussicht, sondern auch DEN Spielplatz für Bergsprints von all unseren Trailrevieren. Wie auf dem Kartenausschnitt zu erkennen ist, gibt es zahlreiche Trails auf den Mugl. Ein Trail davon entspricht sogar genau der optimalen Steigung für einen Bergsprint: 120m lang mit 16HM. Jeder Trail auf den „Gipfel“ hat unterschiedliche Längen und ist verschieden steil – es macht einen Riesenspaß, kreuz und quer über den Mugl zu laufen – ein bergintervalliges Fahrtspiel kann man hier sozusagen absolvieren 😉

Perlacher Muggl

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Die Trails im Wald entstanden nicht dank der MTBler so wie an der Isar, sondern sind wohl den Wanderern und zahlreichen Hundehaltern zu verdanken, die mit ihren Vierbeinern die Ruhe vor Sonntagsspaziergängern, Radlern und Joggern gesucht haben. Auf Grund der geologischen Entstehungsgeschichte des Perlacher Forsts können sich die Wurzeln der Bäume nicht so tief in den Untergrund hinein ausbreiten – so konnten die mitunter wirklich krassen Wurzeltrails entstehen. „Hans guck in die Luft“-like zu laufen ist nicht besonders empfehlenswert 😉

Der Wald ist in Parzellen aufgeteilt – es gibt reine Fichtenparzellen, dann wieder reine Laubbaumparzellen, andere sind wiederum gemischt – die Szenerie um einen herum wechselt ständig

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Ach, beinahe hätte ich es vergessen – für Streetbiker und Roadrunner gibt es auch eine Meile:

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Im Sommer wirklich überaus zahlreich bevölkert von Bikern, Läufern und Inline-Skatern – man muss beim Überqueren dieser scheinbar unendlich langen Geraden höllisch aufpassen 😀

Und einen Trimm-Dich-Pfad gibt es auch – der ist ganz spassig und manchmal toben wir uns darauf aus

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Sogar für die Spirituellen unter uns ist ein Plätzchen geschaffen worden, ein Marterl mitten im Wald und nur über Trail erreichbar

Es macht wirklich großen Spaß, in diesem Wald zu laufen. Je weiter man sich jedoch vom Stadtgebiet entfernt, desto rarer werden die Trails. Ab und an verbinden wir einen Trailrun an der Isar bis ans südliche Ende von Grünwald und laufen dann über den Perlacher Forst zurück.

Was mir im Perlacher Forst jedoch immer noch Probleme bereitet, ist die Orientierung. Eigentlich habe ich damit keine Probleme, aber dieser Wald – alleine getraue ich mich da nur mit einem GPS-Track auf meiner Ambit hinein, selbst jetzt nach über einem Jahr noch. Ich übe immer fleißig wenn Katja dabei ist und mittlerweile bessert sich langsam meine Trefferquote bzgl des richtigen Abbiegens. Ganz hilfreich sind dabei immer Katja´s (mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht) Kommentare: „Ja, wir können hier abbiegen“…“Wir können aber auch einen anderen Trail nehmen“…“Kommt ganz darauf an wie wir die Runde laufen wollen“… ARGH!!! 😉  ❤

Mein Gehirn ist irgendwie mit der Ausrichtung der Anordnung der Wege überfordert… Auf der Karte sieht es ja ganz logisch aus – aber wen man auf nicht heimischen Wegen dann mitten drin zwischen hohen Bäumen auf einer Kreuzung steht an der alles gleich aussieht und sich an Hand der Himmelsrichtungen orientieren möchte, dann entbehrt sich jegliche Logik. „Wenn wir jetzt links abbiegen – laufen wir dann in Richtung nach Hause oder eher wieder zurück ?!?“ Furchtbar, echt – und auf die Karten ist übrigens auch nicht wirklich verlass. Denn auch hier sind Wege eingezeichnet, die es nicht mehr gibt und Wege die es gibt, die aber nicht eingezeichnet sind 😉

Perlacher Forst

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9 Kommentare

    1. Ich auch! Vor allen Dingen gibt es ja hier um Nürtingen und auf der Alb so gut wie keine weichen Nadelteppich-Trails…Stell Dir vor, das Tiefenbachtal wäre so mit Trails durchzogen – das wäre ein Paradies 😉

    1. Yep! Kommt ganz unscheinbar daher, dieser Wald…unglaublich wieviel Trails sich da gebildet haben. Das wäre ein ziemlich großes Projekt, dort jeden Trail mal auf einer Runde zu laufen. Die Hauptschwierigkeit besteht wohl darin, bereits gelaufene von noch nicht gelaufenen Trails zu unterscheiden. Mal gucken, vllt stell ich mich noch dieser „Aufgabe“. Interessant find ich dieses Projekt allemal 😉

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