Die Neue und das Post-Ultraprogramm

Eigentlich wollte ich ja schon letzte Woche mit meinem Alternativ-Laufprogramm beginnen…jedoch legte mich ein paar Tage nach dem Karwendellauf erstmal ein Darmvirus lahm. Der Arbeitsstätte krankheitsbedingt fernbleiben ging nicht (Urlaubszeit) und deshalb konnte ich mir die der Genesung förderlichen Ruhe  nur halbwegs gönnen. Was tut man dann um auf positive Gedanken zu kommen? Eine Möglichkeit ist, sich eine Anschaffung zu gönnen mit welcher man schon länger liebäugelt…und das hab ich getan 😉

In meinem Falle war es die Anschaffung einer neuen Kamera. Die bisherige KODAK  easy share M320

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hat treue Dienste geleistet bzw tut sie das noch. Viel hat sie ausgehalten – Stürze, stundenlanges Baden im Feuchtigkeitsbiotop (das sich trotz einpacken im Plastikbeutel bei Regen unweigerlich bildet), Hitze, Kälte. So langsam gesellen sich jedoch immer mehr Macken zusammen – innerlich wie äußerlich – und es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie für immer die Grätsche macht. Bloggen ohne Fotos? Geht auf gar keinen Fall! Zudem liebäugelte ich schon länger auf eine Kamera, die etwas mehr Features und Bildqualität bietet. Der Markt und die Auswahl sind riesig – ein nahezu undurchdringlicher Dschungel in dem man per www Tage verbringen kann. Zuviel Geld wollte ich nicht ausgeben, denn Aushalten sollte die Kamera bei mir einiges – je teurer die Kamera, desto sensibler sind sie. O-Ton Katja: „Mimöschen“ 😀 Also max €150 – 200 investieren – wenn sie dann 2-3 Jahre hält (oder sogar 4 Jahre wie die KODAK bis jetzt) ist nicht so viel Geld kaputt. Klein, leicht, eine verbesserte Bildqualität und mit Panoramabild-Funktion ausgestattet – das waren meine Hauptkriterien. So ging ich letzte Woche nach der Arbeit einfach mal los – erstmal nur *gucken*. Das www hatte mich mit seiner unbändigen Flut an Informationen überfordert. Im ortsansässigen Fachmarkt für Elektronikgeräte fiel mir sogleich die „Kleinste“ unter allen Ausgestellten auf – mit verschiedensten Bildfunktionen, natürlich Panoramabild-Funtkion und sogar noch kleiner und leichter als die KODAK. Und weil es die Letzte und gleichzeitig das Ausstellungsstück war, bekam ich sie um €30 reduziert. Bingo! Eine SONY Cyber-Shot WX80

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B x H x T: 9cm x 5cm x 2cm 🙂

Im Vergleich zur KODAK ist es für mich ein enormer Zuwachs an Features und Bildqualität. Vergleichbar mit meiner Neuanschaffung eines Autos am Anfang diesen Jahres – vom elf Jahre alten Skoda Fabia zum zwei Jahre jungen Toyota Verso – Quantensprünge im Fahrkomfort und Platzangebot, jedoch nur minimal höhere Kosten pro Monat (und das auch nur weil der Toyota derzeit Vollkasko versichert ist – die Teilkasko ist sogar günstiger als beim Fabia :-))

Kenne ich bisher die Panoramabild-Funktion nur so, das ein Bild an das Andere passend gesetzt werden muss – Fummelei und Stillhalten ist da angesagt, bei Sonnenschein „blind“ agieren müssen weil man rein gar nichts auf dem Display sieht – so drücke ich bei der SONY nur noch auf den Auslöser und bewege die Kamera gleichmäßig in die vorher gewünschte und so eingestellte Richtung. Entweder von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten oder von unten nach oben. Das finde ich richtig super und ich bin mir sicher das sich das auch bei schneller Atmung und hohem Puls einfach bewerkstelligen lässt. Vor allen Dingen geht es viel schneller vonstatten als Bild für Bild aneinander zusetzten. Dieses Feature wird bald ausgiebig im bevorstehenden Urlaub getestet 🙂

Ach, und den ersten Sturz hat sie bereits überlebt und auch sogleich selbst dokumentiert 😀

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Dann bietet sie noch jede Menge Sofort-Bildbearbeitungs-Programme,

z. Bsp. die Gemälde-Funktion (etwas krass für meinen Geschmack)

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…die Wasserfarben-Funktion (gefällt mir sehr gut – zum Vergleich die Automatikaufnahme in klein)

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…die Colour-Part-Funktion (lässt sich bestimmt viel mit machen – die Farben rot, gelb, grün und blau können jeweils ausgewählt werden) DSC00113

…die Mini-Funktion (gefällt mir auch sehr gut)

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Schwarz-Weiß, Konturen, Pop-Art, Weichzeichnen und und und….manuelle Einstellung der Belichtung usw ist auch möglich und natürlich die Automatik Einstellung. Serienbilder, Selbstauslöser in zahlreichen Variationen. Während der Aufzeichnung eines Filmes kann man Standbilder machen – man muss einfach nur während der Aufnahme des Videos auf den Auslöser drücken. Also ausreichend und mehr als genug Features für mich. Ich freue mich schon darauf, wenn es mit der Trailrennerei und Wanderei demnächst wieder voll losgeht und ich bessere Bilder davon mitbringen und vor allem hier posten kann 🙂

 

Das Post-Ultraprogramm

Wie schon in der Einleitung erwähnt – hat mich dieses Mal das volle (Post)-Ultraprogramm richtig erwischt. Kämpfen und Leiden während des Ultras und danach sich einen Infekt einfangen. Damit rechne ich auch immer, denn wo wenn nicht bei einem Ultra zerlegt man sein Immunsystem in Schutt und Asche. Mehr bleibt vom Immunsystem erstmal nicht übrig. Das Schutt- und Aschehäufchen wird nach der Belastung zusammen gekehrt um sich dann langsam und mit freundlicher Unterstützung von Ruhe, moderater alternativer Bewegung zum Laufen und gesunder Ernährung wieder zu einem Felsen in der Brandung gegen Angreifer zu entwickeln. Wenn sich nun während der instabilen Häufchen-Phase ein Virus breit macht (in meinem Falle machte er es sich in meinem Darm bequem), gehen das Häufchen und der Virus eine kontraproduktive Wechselwirkung ein. Das Immunsystem wird nicht stärker, weil es den Virus bekämpft und die Erkrankung erfährt keine Besserung, weil ja das Immunsystem nicht zu Kräften kommt. Blöd. Doof. Ätzend. 8 Stunden Arbeit am Tag hattn jegliche Energie, die sich über den Schlaf aufbauen konnte, völlig verbraucht. Am Freitag hatte ich die Faxen dicke – und ich dachte „ok, Hopp oder Topp! Ich probier es mit einem kleinen lockeren Läufchen – die Sonne scheint sooo schön“… Schwimmen war mir noch zuviel, auf Radfahren hatte ich keine Lust und Spazieren gehen so ganz alleine ohne Katja wollte ich auch nicht. Ausserdem war ich super gespannt darauf, was die Plantarsehne so meint – leider sind leichte Beschwerden vom vielen Gehen müssen auf Arbeit wieder zurück gekehrt. Zum Glück weit entfernt von den Beschwerden vor dem Ultra. Der Laufapparat fühlte sich richtig gut an – das kränkelnde Gedärm zog mich jedoch in den Abgrund. 45 Minuten lockeres Traben haben völlig gereicht. Die Ruhe und viel Schlaf am Wochenende haben gut getan und so stand am Montag dann wieder eine Einheit Schwimmen an

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Am Dienstag ein kurzer intensiver Dauerlauf und gestern Radeln mit Balancetraining 🙂

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Mehr Alltagsgefährt denn Sportgerät 😉

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Hatte ich nicht angekündigt das ich eine Laufpause machen wollte? Ja, wie das eben so ist – die Ironie des Läufers – als ich laufen sollte für den Karwendellauf hatte ich keine Lust und die mentale Luft war auch raus – nun hat mir der Karwendellauf den Kopf wieder frisch gewaschen und ich habe wieder sowas von Bock zu laufen. Dammi nomol! Da bleibt für mich nun nur Eines: den goldenen Mittelweg zu finden, die Vernunft behält dabei die Oberhand. Die Laufbelastung war ja – abgesehen vom Ultra Karwendel – die letzten 5 Wochen nicht mehr hoch. Ich spüre jedoch deutlich, dass das Immunsystem noch nicht wieder voll einsatzbereit ist – deshalb halte ich die Beinchen still so gut es geht bzw gehe über moderate Belastungen nicht hinaus. Ausserdem steht für dieses Jahr keine geplante Ultraveranstaltung mehr an – alle Trailrennerei wird bis zum Jahresende ganz locker und nur nach Lust und Laune betrieben – ein spontaner Home-Ultra ist jedoch nicht ausgeschlossen ;-). Die *ab und an mal* reizende Sehne führe ich mehr auf meine seit Monaten tief in mir liegende und wachsende Frustration bzgl meiner Arbeit zurück (Erst drohende Insolvenz und Unsicherheit um den Erhalt des Arbeitsplatzes, dann Verkauf vom Schwäbischem Mittelstand zu Amerikanischem Großkonzern – jetzt eine schon ewig dauernde Neu/Umstrukturierung, wo alle mehr und weniger planlos, richtungslos und entscheidungslos ihre Aufgaben verrichten) Das innere Ankämpfen gegen diese Frustration und die begleitende Demotivation braucht dringend Pause und ich zähle die Tage bis zum Urlaub. 3 Wochen Abstand, in denen die Akkus wieder geladen werden können und die neue Kräfte und Motivation verleihen. Und ich bin mir sicher, das es meiner Sehne auch gut tun wird. Ich hatte eine ähnliche Situation schon mal in meinem Leben – damals war es zu lange zu viel Stress und Überlastung – ich war auf bestem Wege in einen Burnout. Der Körper schob zum Schutz des Geistes einen Riegel vor und ich bekam an beiden Armen Tennisellbogen. Sehr schmerzhaft in der akuten Entzündungsphase und langwierig – eine 4 wöchige Arbeitsunfähigkeit resultierte daraus. Schwimmpause war jedoch nur in der akuten Phase nötig. Danach trug ich noch ein viertel Jahr lang eine Bandage am Ellbogen. Das Schwimmtraining wurde umgestellt auf mehr Abwechslung – die Betonung liegt nun auf Lagen- und Kraulschwimmen. Sehr nützlich, das Lagenschwimmen eignet sich nämlich hervorragend als Stabitraining für den Rumpf. Von einer Entzündung der Sehne im Fuß bin ich sehr weit entfernt und ich weiß seit dem Erlebnis „Tennisellbogen“ ganz genau, wann es Zeit ist die Reißleine zu ziehen bzw wann Abstand zur mentalen Belastung unumgänglich wird. Um die Sehne noch voll über die kommenden 2 Wochen bis zum Urlaub zu bringen wird sie gestreichelt. Tape plus Massage und sie bekommt Doping in Form von medikamentelen Enzymen. Mal schauen ob´s was taugt – Schaden tut es sicherlich nicht 😉

 

 

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