Sunrise on Jusi

Heute ging´s zum Sonnenaufgang-gucken auf den Jusi mit anschließendem Trailrun auf der blauen Mauer. Ein Ereignis, für das es sich lohnt früh – sehr früh – aufzustehen.Die Wetterprognose war nicht die Beste, das Regenrisiko lag bei 90% mit einer nahezu geschlossenen Wolkendecke. Keine Unwetterwarnungen, die hatten sich zu unserem Glück für gestern einbestellt. Der Gipfel des Jusi ist exponiert und bei einem kräftigen Gewitter will da keiner ungeschützt oben stehen. Für die Not gibt es jedoch eine Schutzhütte. Da wir allesamt Ultratrailer sind, ist es im Sommer mit einer gemeinsamen Terminfindung etwas beschwert. Alle haben gleiche und/oder unterschiedliche Races in ihrem Terminplan, sind entweder beruflich viel unterwegs oder leben in einer Fernbeziehung oder haben Familie. Deshalb gab es nur dieses Wochenende, an dem alle Zeit hatten, da musste dann zum erfolgreichen Gelingen schon der Wettergott mitspielen. Und er spielte für uns!

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Um kurz nach halb sechs starteten wir am Wanderparkplatz Raupental, welcher sich direkt unterhalb des Jusi befindet. Vorteil: Man ist in einer viertel Stunde bereits auf dem Gipfel. Nachteil: no chance sich einzulaufen….. denn es geht direkt und ohne einen flachen Meter in die Steigung 🙂

Der Himmel war noch nicht vollständig bewölkt, es war angenehm warm und natürlich – schwül. Oben angekommen, genossen wir dann erstmal den Sonnenaufgang. Gnädigerweise hatte das Wolkenband im Osten einen Schlitz, durch den die Sonne als aufgehender roter Ball kurzzeitig zu sehen war. Genau zwischen den Kaiserbergen und der Burg Teck. Die Stimmung im Unterland war amazing, in Senken und um Hügelgipfel gab es Nebelschwaden.

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Dann ging es auf dem Gustav-Ströhmfeld-Weg über das Hörnle bis zum Abzweig des HW1, über das Kienbein und dem Hülbener Flugplatz rüber wechselnd und dann immer auf der Kante entlang oberhalb des Ermstal bis zum Buckeler Kapf. Traumtrails sind das dort, in welligem Profil und zu dieser Jahreszeit sehr gut laufbar. Ab Herbst wird´s dann wieder kniffliger, wenn Laub alle Wurzeln und Steine verdeckt – die Gefahr, umzuknicken ist um 100% erhöht und eigentlich kann man dann bis ins Frühjahr hinein wieder nur nach Gefühl laufen.

Am Buckeler Kapf machten wir kehrt – jedoch nicht auf gleichem Weg zurück, sondern erstmal in steilen Serpentinen nach unten, ein paar wenige Kilometer auf einem Forstweg, wieder hoch zur Kante, wieder runter, wieder hoch…..über Trails, Forstwege und Wiesenwege immer im Wechsel. Schön abwechslungsreich und für mich – bis auf ganz wenige Abschnitte – Neutrailland. Wähle ich ansonsten, wenn ich dort unterwegs bin, andere Varianten zurück. Die Vielfalt ist hier sehr hoch, überall gibt es „Zuführwandertrails“ zum HW1 die meiner Meinung nach sogar oft noch schöner sind als der HW1 selbst und diesem in keinster Weise nachstehen. Meistens geht es dort auch viel ruhiger zu.

Am Ausgang des Ermstal weitet sich das Land in Richtung Reutlingen und Neckartal. Prägnantester Gipfel ist die Achalm, diese ist trailrennerisch jedoch eher uninteressant.

Achalm (Bildmitte)

Achalm (Bildmitte)

Nach schönen 23km mit 800HM waren wir dann nach knapp 3 1/2 Stunden wieder zurück am Auto. Zu einer Zeit, wo sich viele nochmal im Bett umdrehen 😉

Sunrisetrail

Sunrisetrail

 

 

 

 

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