heiß, heiß, zu heiß!

Ungefähr zur selben Zeit wie letztes Jahr rollt die erste Hitzewelle über´s Land. Temperaturen weit über 30°. So schnell wie die Temperaturen kamen werden sie auch wieder gehen – der Spuk dauert voraussichtlich ganze 4 Tage lang. Alles scheint still zu stehen draussen. Für mich sind diese Hitzewellen immer ein Greuel. Die einzigste unter all den vielen verschiedenen Wetterlagen, die mir wirklich zu schaffen macht, die mich lähmt und die ich am allerwenigsten mag.

Wetter aktuell

Auf der einen Seite bin ich gerade froh, das ich bei diesen Temperaturen nicht arbeiten muss und ich hoffe, das die Hitze und die Sonne einiges der noch verbliebenen Schneefelder auf den Strecken des Salomon Zugspitz Ultratrails wegschmilzt und der Frühling/Sommer  auch in den hohen Lagen der Alpen Einzug halten kann. Auf der anderen Seite hat man ein langes Wochenende an dem man mehr oder weniger zum nichts tun verbannt ist. Zumindest wenn man so wie ich ein *Ich kann es nicht ab haben wenn´s so heiß ist*-Mensch ist. Im Freibad geht es zu wie am Strand von Rimini, schwimmen ist mal dort gar nicht möglich es sei denn man fühlt sich in Haifischbecken wohl. Jeder kämpft erbittert um einen Platz zum Bahnen ziehen und das Becken kocht vor Aggression und Frustration weil eben Bahnen ziehen ab einer bestimmten Besucherfrequenz nicht mehr möglich ist. Auch nicht früh morgens, gleich wenn es öffnet, denn diese Idee haben ja alle, gleich früh morgens schwimmen zu gehen……. An solchen Tagen weiche ich normalerweise ins Hallenbad aus, aber das hat wegen der Feiertage eben auch zu. Der liebste Ort, an dem ich mich momentan aufhalte ist in der Wohnung, alle Viere von mir gestreckt liegend auf dem Bett. Sobald ich nach draussen gehe, schlägt mir die Hitze mit voller Wucht entgegen und die Sonne sticht ohne Erbarmen vom Himmel herunter. Mehr als ein zaghafter Spaziergang zur Eisdiele geht ab dem Mittag nicht mehr. Ist jedoch äusserst empfehlenswert und wohltuend 🙂 Mal an einem Wüstenlauf teilzunehmen käme mir nie in den Sinn, ausser vielleicht – aber auch nur vielleicht – es würde sich um einen Lauf in einer Eiswüste handeln.

 

Natürlich kann man die ganz frühen Morgenstunden nutzen, um laufen zu gehen. Das habe ich auch gestern gemacht, um halb sieben in der Früh los, knapp 3 Stunden war ich unterwegs gewesen. Wobei dann aber die letzte Stunde schon recht anstrengend wurde und ich mich von Schatten zu Schatten hangelte. Die Beine fühlten sich am Nachmittag schwerer an als sonst und das Kaffeekränzchen bei meinen Eltern fand im Haus statt, wir sind erst danach im Garten unter den Schatten spendenden Apfelbäumen gesessen.  Der Lauf war klasse, erst gegen 9 Uhr begegneten mir andere Menschen und ich war sehr einsam unterwegs auf einer Runde direkt von der Haustüre weg.

 

Heute waren wir erst gegen halb 11 Uhr laufen, ganz locker und kurze 8k am Neckar entlang. Ich fand das nicht minder anstrengend als meine 23k von gestern, bereits nach 500m fing schon der Hals an trocken zu werden und die 250ml Wasser, die jede von uns dabei hatte, mussten wohl dosiert konsumiert werden, damit´s auch reicht für die gerade mal 50 min, die wir unterwegs waren. Meine Güte, wenn ich daran denke, früher, da hatte ich nie etwas zum trinken beim laufen dabei – heutzutage unvorstellbar für mich.

 

Da ich ja ein positiv denkender Mensch bin, nutze ich diese Pfingsten zur Regeneration und dazu, die ersten Schritte in Richtung Tapering für den ZST zu machen. Denn – wie wir ja alle wissen – findet die Leistungssteigerung beim regenerieren statt und vernachlässigen darf man diesen Teil des Trainings auf gar keinen Fall (wozu ich doch ab und an neige, es aber zum Glück gleich merke und die Bremse ziehe 😉 ). Ich hoffe auf nächstes Jahr Pfingsten, an dem ich dann hoffentlich wieder 2 oder 3 Tage lang kräftig  Trails rocken kann und abends alle Viere von mir strecke, weil ich platt bin von der  Trailrennerei und nicht von der Hitze.

Lieber jetzt so heiß als in 12 Tagen beim ZST!

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2 Kommentare

  1. Ja die Hitze war gestern echt unerträglich. Bin um 6 Uhr los und die ersten 2 Stunden im Wald waren noch ok, ab dann war es echt zäh.

    So hab ich etwas abgekürzt und war nach 38 KM wieder zu Hause. Die Handschuhe, Mütze und Langarmshirt die ich im Rucksack hatte, habe ich nicht benötigt 🙂

    Hab mir eure Strecke angeschaut und wenn ihr 30 min früher los wart, hätten wir uns getroffen. Bin auch durch Hardt durch, die Schlucht runter und am Ulrichstein vorbei.

    1. Hallo Markus,

      zäh ist der richtige Ausdruck. Alle Achtung das Du an solch einem Tag 38k gelaufen bist und dazu noch mit voll gepacktem Rucksack. Ich war nur mit meinem Skin Pro 3 unterwegs, das hat gereicht. Meine 1,5l Wasser hatte ich bis auf einen kleinen Rest weg getrunken. Arg viel länger wäre bei mir nicht mehr gegangen….

      Gruß 🙂

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