Wie das mit der TrailRennerei so kam…

Ja, wie hat das alles angefangen? Über Umwege bin ich zum Trailrunning gekommen.

Als kleines Kind ging ich immer Freitag abends mit meinem Papa ins Hallenbad, schwimmen war Fehlanzeige – das tauchen und am *Nichtschwimmer-Schwimmerbereich-Teilungsseil* rumklettern (heute nerven mich doch ab und an die Kids, die das tun ;-)) – ja, das war es was mir Spaß gemacht hat. Den ganzen Sommer im Freibad verbracht…..hier entstanden, ohne das es mir bewußt war, die Wurzeln für meine Begeisterung für das schwimmen und somit für den Sport. Eigentlich mache ich keinen Sport, sondern ich lebe Sport, Bewegung, meinen Körper voll und ganz spüren.

Dann gab es noch die Wanderurlaube in meiner Kindheit, die aber damals alles andere als spaßig waren – in meiner Erinnerung gibt es nur furchtbar und unerträgliche schmerzende Blasen an den Füßen, eine genervte und grummelige Mutti (wegen der Blasen u auch weil meine Mutti nun nicht so eine *Ich hab Spaß an Bewegung*skanone ist) und total verregnete totlangweilige Pensionszimmertage geblieben.

Dann kamen viele Jahre als Jugendliche, wo bei mir „Sport ist Mord“ galt und ich mich mit Dingen beschäftigte, die mir nicht zuträglich waren. Mit ca. Anfang 20 tröpfelte so langsam eine Erkenntnis durch mein berauschtes Hirn, das dieser Weg so nicht meiner sein kann – denn ich fühlte mich alles andere als wohl, geschweige denn ausgeglichen oder wußte ich überhaup nicht, wohin ich in und mit meinem Leben gehen sollte.

Dann erinnerte ich mich an die Freitag Abende im Schwimmbad, und ich dachte „Hey, komm, geh mal schwimmen“. Da ich dazu noch von einer athletischen Figur träumte, fing ich also mit der Schwimmerei an, erst eine zaghafte halbe Stunde pro Woche, dann ging ich relativ schnell zweimal pro Woche, fing an die Bahnen zu zählen und eh ich es selbst gemerkt hatte, war mein Ehrgeiz geboren. Dazu kam noch, das es mir unheimlich viel Spaß machte und ich merkte, das es mir gut tat – mehr Selbstvertrauen, mehr Selbstbewusstsein, mehr Selbstwertgefühl – und es gab mir die Kraft, meinem vorherigen Leben „Tschüss, ich bin jetzt dann mal woanders und komm nicht mehr zurück“ zu sagen.

Da die Luft in Hallenbädern nicht gerade die Beste ist und man um die 8 Monate im Jahr dort verbringt – habe ich dann vor ca. 15 Jahren mit der Lauferei begonnen. Diese dümpelte mehr als 10 Jahre neben dem schwimmen her, einen Marathon zu laufen kam mir nie in den Sinn geschweige denn Tempoläufe oder so´n Kram zu machen. Mit Vereinen, Trainingsplänen und dergleichen kann ich nix anfangen. Am spannendsten und ansprechendsten fand ich immer die viel zu wenigen Artikel in Laufzeitschriften über Adventureraces – den Grand Raid de la Reunion zum Beispiel – da dachte ich mir, ja, das fände ich toll – aber die Distanzen waren weiter weg als unvorstellbar. Irgendwann hatte ich im Winter die Schnauze voll, mit von Schneematsch durchnässten Schuhen zu laufen – und stieß dann bei der Recherche im www auf die GTX-Variante des Salomon XA Pro 3D Ultra. Da stand „Adventure Trail“ drauf und ich gab das einfach mal in die Suchmaschine ein. Somit landete ich bei der online-Version des TrailMag und schwupps – eine neue Leidenschaft war geboren – nein, besser auferstanden – denn outdoorig sich zu bewegen tat ich schon länger, wandernd die Alpen und die Schwäbische Alb zu erkunden. Diese Leidenschaft und Liebe für die Berge hatte ich Jahre zuvor wieder entdeckt in meinem ersten Allein-unterwegs-Urlaub in Mittenwald. Und ich hatte schon länger die Idee, mich an die Alb laufend ranzutasten. Dann kam eins zum anderen, ich wurde ein Mitglied der TrailGemeinde (geht auch ohne FB) und dieses Jahr möchte ich im Juni meinen ersten Ultratrail angehen, den Zugspitz Supertrail (60,7km, 3000HM) und ich freue mich riesig drauf!

 

Das allerbeste daran ist aber, das ich in der TrailGemeinde meine soulmate gefunden habe……zu zweit macht´s eben mehr Spaß! Das Leben und die TrailRennerei :-*

 

 

 

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